Solar aufs Dach. Lohnt sich das noch?
Was eine Photovoltaik-Anlage kostet, wie viel sie bringt und was die geplante EEG-Reform für neue Anlagen bedeutet. Mit Rechner für dein Dach.
Eine Photovoltaik-Anlage mit 10 kWp kostet 2026 rund 12.000 €, mit 10-kWh-Speicher rund 17.000 €, und erzeugt etwa 9.000 bis 11.000 kWh im Jahr. Lohnend ist vor allem der selbst genutzte Strom, denn die feste Einspeisevergütung für neue kleine Anlagen soll ab 2027 wegfallen; beschlossen ist das noch nicht.
Was eine Anlage kostet.
Preise laut Fraunhofer ISE, Stand März 2026, für fertig montierte Anlagen.
Eine typische Anlage mit 10 kWp kostet ohne Speicher rund 12.000 €.
Ein Speicher kostet installiert etwa 350 bis 700 € pro kWh.
Netzstrom kostet dagegen 27 bis 42 ct. Auf Anlagen bis 30 kWp fällt keine Mehrwertsteuer an.
Was bringt eine Anlage auf deinem Dach?
Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart dir Netzstrom. Den Rest verkaufst du für die Einspeisevergütung.
Ohne Speicher nutzen viele Haushalte nur 15 bis 35 %. Ost-West-Dächer, Speicher, E-Auto und Wärmepumpe heben den Anteil.
Mehr einstellen: Strompreis und Vergütung
So rechnen wir
Ertrag = kWp × kWh pro kWp × Faktor für die Ausrichtung (Ost und West rund 82 %, Norden rund 60 % des Süd-Ertrags). Nutzen = selbst genutzter Strom × Strompreis + eingespeister Strom × Vergütung. Die Amortisation ist Kosten ÷ Nutzen, ohne Wartung, Versicherung, Alterung der Module und steigende Strompreise. Grob, aber ehrlich.
Das Dach entscheidet.
900 bis 1.100 kWh pro kWp
So viel bringt ein Kilowatt Peak im Jahr in Deutschland, im Süden mehr als im Norden. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt also grob 9.000 bis 11.000 kWh.
Süd ist Spitze
Am meisten bringt ein Süddach mit 30 bis 35 ° Neigung. Ost oder West verliert rund 15 bis 20 %, ein Norddach erreicht nur etwa 60 %.
Ost-West hat einen Vorteil
Der Strom verteilt sich über den Tag. Dadurch nutzt du mehr selbst: Bei Ost-West landen nur etwa 50 bis 55 % im Netz, bei Süd 65 bis 70 %.
Eigenverbrauch ist das Geld
Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart rund 37 ct, jede eingespeiste bringt nur 7,7 ct. Hilfreich sind ein E-Auto, eine Wärmepumpe oder ein Speicher.
Was sich 2027 ändern soll.
Die Bundesregierung will die feste Einspeisevergütung für neue kleine Anlagen abschaffen. Beschlossen ist das noch nicht.
| Wann in Betrieb | Was gilt |
|---|---|
| Bis 31.01.2027 | 7,7 ct pro kWhFür neue Anlagen bis 10 kWp mit Teileinspeisung, Stand seit 1. August 2026. |
| Bis 31.12.2026 | Bestandsschutz geplantLaut Entwurf behalten diese Anlagen die feste Vergütung für 20 Jahre plus das Jahr der Inbetriebnahme. |
| Ab 2027 geplant | Nur noch ÜbergangFür kleine Anlagen höchstens 36 Monate rund 5,2 ct, danach Verkauf über einen Direktvermarkter an der Börse. Neue Anlagen sollen höchstens die Hälfte ihrer Leistung gleichzeitig einspeisen. |
Das Kabinett hat den Entwurf am 29. Juli 2026 beschlossen, die erste Lesung im Bundestag war am 24. September. Die abschließenden Lesungen stehen noch aus, außerdem muss die EU-Kommission zustimmen. Wir aktualisieren diese Seite, sobald es beschlossen ist. Wer bereits plant, sollte mit dem Fachbetrieb klären, ob eine Inbetriebnahme bis Ende 2026 machbar ist.
So kommst du zur eigenen Anlage.
Dach und Verbrauch prüfen
Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Zustand des Dachs. Dazu dein Stromverbrauch der letzten Jahre, am besten mit dem Verbrauchs-Vergleich.
Mehrere Angebote einholen
Vergleiche den Preis pro kWp, die Komponenten und was im Preis steckt: Gerüst, Zählerschrank, Anmeldung.
Einbau vom Fachbetrieb
Montage und Anschluss ans Hausnetz macht ein Elektrofachbetrieb. Er kümmert sich meist auch um die Anmeldung beim Netzbetreiber und den Zähler.
Eigenverbrauch planen
Waschmaschine und Spülmaschine mittags laufen lassen, das Auto bei Sonne laden. Jede selbst genutzte Kilowattstunde zählt mehr als jede eingespeiste.
Mehr aus dem eigenen Strom machen.
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Kurz beantwortet.
Lohnt sich ein Speicher?
Er erhöht den Eigenverbrauch deutlich, kostet aber installiert etwa 350 bis 700 € pro kWh. Rechne im Rechner oben einmal mit 30 und einmal mit 50 % Eigenverbrauch und vergleiche den Mehrnutzen mit dem Speicherpreis.
Muss ich Mehrwertsteuer zahlen?
Nein. Für Anlagen auf Wohngebäuden bis 30 kWp gilt seit Januar 2023 der Steuersatz von 0 %, ohne Befristung.
Lohnt sich eine Anlage ohne Einspeisevergütung?
Wenn du viel selbst verbrauchst, ja. Stell im Rechner die Vergütung auf 0 und sieh, wie stark dein Ergebnis davon abhängt. Je höher dein Eigenverbrauch, desto weniger zählt die Vergütung.
Geht auch ein Balkonkraftwerk statt Dachanlage?
Für Mieter oder als Einstieg ja. Es deckt vor allem die Grundlast, also Kühlschrank, Router und Standby. Was es dir bringt, rechnet der Balkonkraftwerk-Rechner aus.
- 42watt: Photovoltaik Kosten 2026, Preise nach Fraunhofer ISE, Stand März 2026 (14.07.2026) 42watt.de
- EMA Energiewelt: EEG-Novelle 2027, Kabinettsbeschluss, Einspeisevergütung endet (aktualisiert 17.10.2026) ema-energiewelt.de
- Deutscher Bundestag: Bundesregierung legt EEG-Novelle vor, hib 701/2026 (10.09.2026) bundestag.de
- ADAC: Einspeisevergütung 2026 und 2027 (01.09.2026) adac.de
- EMA Energiewelt: PV-Anlage, Ausrichtung und Neigung (29.03.2026) ema-energiewelt.de
- Utopia: PV-Anlage, so errechnest du den Ertrag (aktualisiert 19.05.2026) utopia.de
Allgemeine Informationen, keine Beratung im Einzelfall. Geprüft am 29.10.2026.